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2009
09.01

Mikroprozessortechnik reduziert Aufwand und erhöht Komfort

Seit den 1970er Jahren gibt es keine Branche mehr, die ohne elektronische Bauelemente auskommt. So haben auch in der Aufzugbranche seit Anfang der 1980er Jahre die ersten auf CMOS-Technologie basierenden elektronischen Aufzugssteuerungen Einzug gefunden. Diese Steuerungen waren wenig flexibel und nicht immer zuverlässig, jedoch verschleißärmer und kompakter als die bis dahin verwendeten elektromechanischen Relaissteuerungen. Heute sind auf Mikroprozessortechnik basierende Aufzugsteuerungen für jede denkbare Funktionalität mit entsprechender Zuverlässigkeit verfügbar.

AUFWÄNDIGE KOMBINATION: STEUERUNG – FREQUENZUMRICHTER – MOTOR

In bisherigen Lösungen setzte sich eine komplette Steuerung für den Aufzugbetrieb aus der übergeordneten Steuerung, einem Frequenzumrichter zur Ansteuerung des Motors und dem Motor selbst zusammen. Dabei übernahm die Steuerung die Auswertung der Rufe und Betriebszustände. Aus den Rufen an den Stationen und der Kabine legte sie Richtung und Geschwindigkeit fest, die abhängig von der zurückzulegenden Wegstrecke ist, und gab die Start-/Stopp-Signale an den Frequenzumrichter weiter.

Dieser wiederum generierte dann die Fahrkurve, sorgte für einen sanften Anlauf, eine ruhige Fahrt und abschließend für einen präzisen und sanften Stopp. Dies führte zu einem erhöhten Inbetriebnahmeaufwand, da eine Vielzahl von Parametern separat angepasst werden musste. Inzwischen haben sich die modernen Frequenzumrichter jedoch stark weiterentwickelt. Durch die fortschreitende Miniaturisierung der Elektronik, gekoppelt mit größerer Speicherkapazität, lassen sich immer mehr Funktionen integrieren. So hat die Rechenleistung ein Niveau erreicht, das auch die Ausführung aufwändiger Steuerungsaufgaben zulässt. Aus dem Wunsch vieler Aufzugbauer nach einer überschaubaren, einfach justierbaren und wettbewerbsfähigen Steuerung heraus lag es nahe, die oben beschriebene Funktionalität der Steuerung in den Frequenzumrichter zu verlagern.

KOMPAKTER UMRICHTER MIT INTEGRIERTER STEUERUNG

Ziel der Entwicklung war es, eine modulare Hardware-Struktur zu finden, die Zuverlässigkeit, höchsten Fahrkomfort, einfache Inbetriebnahme und eine günstige Gesamtkostenrechnung bot. Hieraus sollte sich eine kompakte, einfach zu justierende und kostengünstige Steuerung ergeben. Als Hardware-Plattform wurde der neue modulare LiftDrive LD 302 von Danfoss ausgewählt, der in der neuesten Version über eine entsprechend leistungsfähige Steuerplatine mit äußerst kompakten Abmessungen verfügt.

Die räumliche Nähe zu den Applikationsspezialisten von Danfoss VLT Antriebstechnik und deren Bereitschaft, innovative Projekte zu unterstützen, waren ein nicht unbedeutender Faktor bei der Auswahl des Lieferanten. Die optimale Anpassung an den jeweiligen Aufzugmotor, wie Standard-Asynchronmotoren für Aufzugwinden mit einfacher Drehzahlregelung und AC-2 Motoren für die Modernisierung bis hin zu getriebelosen, hochdynamischen, permanenterregten Synchronmotoren, erfolgt innerhalb weniger Minuten durch Auswahl des Motors aus einer hinterlegten Datenbank. Für nicht hinterlegte Motoren besteht die Möglichkeit, diese durch Eingabe der entsprechenden Motordaten selbst einzugeben. Damit der Antrieb sehr leise erfolgt, bietet der VLT® LD 302 Control eine Schaltfrequenz von bis zu 16 kHz.

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Artikel verfasst von: Matthias Teubner, Leiter Steuerungstechnik
Artikel aus IHKS-Fach.Journal

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2009
09.01

Objektorientierte Programmierung, bidirektionale Verarbeitung von DXF- und DWG-Dateien, 3-D-Funktionen und IFC-Schnittstelle

Nach zweijähriger Bauzeit nahm die neue Zentralküche des Klinikums Bremen Mitte ihren Betrieb auf. Um den pflegerischen und logistisch-organisatorischen Ansprüchen gerecht zu werden, kam modernste Küchentechnik zum Einsatz. Neben den hierzu benötigten Aggregaten wurden im Rahmen der Gebäudeautomation eine ganze Reihe weiterer Elektroinstallationen erforderlich: außer der Energieversorgung auch die Ausgestaltung der unterschiedlichen Verteiler und Stromkreise bis hin zur Installation der Daten- und Kommunikationsnetze sowie Zutrittskontroll- und Brandmeldeeinrichtungen. Hierbei bestanden hohe Anforderungen an die elektrotechnische Fachplanung und deren Umsetzung im Rahmen der Elektroinstallation. Als vorteilhaft erwies sich, dass das Ingenieurbüro und das mit den Installationsarbeiten betraute Unternehmen die gleiche CAD-Planungssoftware nutzten – wodurch sich auch Synergieeffekte einstellten.

Das Klinikum Bremen zählt zu den größten Allgemeinkrankenhäusern in der Bundesrepublik und ist auf die Maximalversorgung der Patienten ausgerichtet. Mit 964 Planbetten und 3.373 Mitarbeitern sowie 19 Fachkliniken, fünf Instituten und drei Ausbildungsstätten nimmt es eine herausragende Stellung ein. Um eine hohe Qualität in der Patientenversorgung sicherzustellen, kommt auch der Verpflegung der Patienten ein nicht unwesentlicher Stellenwert in der Gesamtbetreuung zu. Mit der Überlegung, auch drei weitere Krankenhäuser mitzuversorgen, entschloss man sich zum Neubau einer innovativen, zentralen Großküche.

EIN PROJEKT MIT BEMERKENSWERTEN LEISTUNGSDATEN

Als Energiebedarf für diese Zentralküche, mit bis zu 3.600 Essen pro Tag wurden ca. 900 kW angesetzt, inkl. Reserveleistungen. Die gesamte umbaute Fläche beträgt ca. 3.400 m2, wobei das Obergeschoss vornehmlich der Unterbringung der entsprechenden Versorgungstechnik wie Elektrozentrale, Kälteanlagen, Filteranlagen usw. dient. Weiterhin sind neben der allgemeinen Elektroinstallation und Stromversorgung die Beleuchtung, Fernmeldeanlage, Zutrittskontrolle, Brandmeldeanlage und das Datennetz Bestandteil der gesamten Gebäudeautomatisierung.

Als sehr vorteilhaft erwies sich die Zusammenarbeit des beauftragten Ingenieurbüros und des Elektroinstallationsunternehmens, da beide mit dem gleichen Planungswerkzeug, der DDS-CAD Elektro von Data Design System, arbeiteten. Kennzeichnend für die Software sind die objektorientierte Programmierung, die bidirektionale Verarbeitung von DXF- und DWG-Dateien, 3-D-Funktionen sowie die IFC-Schnittstelle.

Wichtigstes Auswahlkriterium für die Nutzung der Planunssoftware war es damit, kein reines Zeichnungsprogramm zu erhalten, sondern eine weitgehend automatische Planungsunterstützung, die Stromkreise und Verteiler ausweist und entsprechende Verweise in die Pläne einbringt. Die Software ist zudem in der Lage, Grundrisse, die auf unterschiedlichen Systemen erstellt werden, fehlerfrei zu konvertieren. Sie überzeugt durch Funktionalität, Transparenz und Durchgängigkeit einer vollständigen Dokumentation.

PLANUNG UND FERTIGUNGSUNTERLAGEN AUS EINEM GUSS

Mit der Datei-Übergabe der Grundrissdaten im DXF- oder DWG-Format konnte sofort mit den Planungsarbeiten begonnen werden, ohne dass diese Basisinformationen nochmals erfasst werden mussten. Der im System integrierte, objektorien-tierte DXF/DWG-Konverter bietet die Möglichkeit, im Grundriss bzw. Gebäudeplan einzelne Objekte zu löschen oder zu verändern.

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Artikel verfasst von: Dr. rer. pol. Ralf V. Schüler, Fachjournalist
Artikel aus IHKS-Fach.Journal

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