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2009
09.09

Bauwerksmodelle reduzieren Planungsaufwand

Die Zusammenarbeit der am Planungsprozess eines Gebäudes beteiligten Fachplaner aller Gewerke läuft bei weitem nicht so effektiv und einfach, wie uns der Fortschritt der elektronischen Datenverarbeitung vielleicht glauben macht. Vor mehr als zehn Jahren ist die international aktive Industrieallianz für Interoperabilität (IAI e.V.) mit dem Ziel angetreten, diese Prozesse zu vereinfachen. Mitgliedsunternehmen arbeiten an Verfahren wie dem IFC (Industry Foundation Classes)- Standard oder BIM (Building Information Modeling), welche die Prozesse der Fachplaner untereinander und zwischen Bauherrn, Projektsteuerern und anderen Projektbeteiligten mit Hilfe von moderner Software integrieren. Im Mittelpunkt steht der intelligente Datenaustausch, der bisherige Verluste bei der Datenübergabe minimiert und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Planer aufzeigt. Die IAI entwickelt einheitliche, herstellerneutrale Grundlagen für den Datenaustausch im Bauwesen und verringert so den Planungsaufwand, unter anderem durch Vermeiden von Redundanzen. Davon profi tiert auch der TGA-Planer.

Die Arbeit von Architekten und Baufachplanern ist einerseits durch Kreativität, andererseits durch verschiedene verwaltungsinterne Vorgänge geprägt. Eine optimale Kommunikation – vor allem im Sinne des effizienten Datenaustausches – zwischen allen Projektbeteiligten wird zunehmend wichtiger.

IST-SITUATION

Heute ist der Austausch von Gebäudedaten wie CAD-Daten im 2D- und 3D-Format und insbesondere der damit verknüpften technischen Informationen wenn überhaupt nur über wenige, firmenspezifische Schnittstellen möglich. Die Schnittstellen sind nicht genormt und ihre Beschreibung ist häufig nicht frei zugänglich. Damit sind “fremde” Softwareprogramme benachteiligt, selbst wenn diese im Projekt mit Erfolg angewandt werden könnten. Die wenigen zugänglichen Schnittstellen können nur Teile der CAD-Daten übertragen, ein stichhaltiger konsistenter Datensatz wird dabei zerrissen. Die negativen Effekte stellen sich für die unterschiedlichen Planungsbeteiligten häufig wie folgt dar:

  • Die Datenübertragung von Planung zu Berechnungsprogrammen ist in der Regel unvollständig und fehlerhaft.
  • Die Programme sind nur selten kompatibel, Informationen gehen verloren und müssen zeitaufwändig und immer wieder neu erfasst und nachgebildet werden.
  • “Kleinere” Partner sind somit häufig gezwungen, die Softwaresysteme der “großen” Partner zu übernehmen – mit hohen Folgekosten (Lizenzgebühren, Schulungskosten) und Effektivitätsverlust.

Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Man denke beispielsweise an Projekte, bei deren Planung alle Räume für die Energiebilanz wieder neu eingegeben oder Durchbrüche händisch nachgeführt werden mussten. Dieser nicht wertschöpfende, redundante Zeitaufwand ist bei den heutigen Honoraren oft schwer zu verdauen. Zusätzlich entstehen hohe, wenngleich vermeidbare Kosten bei Abstimmungsfehlern, die oft einen direkten Zusammenhang mit einer stark schwankenden Qualität der Baumaßnahme erkennen lassen.

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Artikel verfasst von: Dipl.-Ing. Michael Degen, Regional Sales Director AEC Dr.Thomas Liebich, Consultant
Artikel aus IHKS-Fach.Journal

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2009
09.08

Schema und Berechnung sinnvoll verzahnen

Planer und Installationsbetriebe stehen vor der täglichen Aufgabe, auf der einen Seite Dokumentationen für haustechnische Projekte (Grundriss- und Strangschemata) zu erstellen und zugleich auch die Auslegung von Rohrnetzen, Heizlasten und Heizflächen vorzunehmen. Diese beiden Seiten der Arbeiten verlaufen in der Regel nebeneinander. Im Folgenden wird gezeigt, wie sich Schema und Berechnung sinnvoll verzahnen lassen und so wesentlich Arbeitszeit eingespart werden kann und eine höhere Planungssicherheit erreicht wird. Der Schwerpunkt dieses Beitrages bezieht sich auf die haustechnische CAD-Lösung MegaHaustechnik, die auf MegaCAD und Dendrit basiert.

LÖSUNGSANSATZ

CAD-Lösungen und haustechnische Berechnungstools sind am Markt vorhanden. Eigentlich muss man nur eine CAD-Lösung und die Berechnungtools eines Anbieters in einen Topf werfen, kräftig umrühren und schon ist alles fertig. Der Beitrag wird jedoch zeigen, dass dies nicht ganz so einfach geht.

Zunächst die Berechnungstools: Eine Kopplung von Berechnungstools mit der Zeichnung setzt voraus, dass die Berechnungstools entsprechende Schnittstellen zum CAD liefern. Dendrit stellt diese mit dem Pipe Network Interface (DPNI) bereit. Für MegaCAD als CAD-Basis sprechen u.a. folgende Gründe:

  • Einfache Handhabung durch zwangsgesteuerte Menüführung
  • Automatische Steuerung von Attributen
  • Automatische Anpassung von Einstellungen an den Maßstab sowie der Maßeinheit
  • Kompatibilität zu gängigen CADSystemen über die DXF/DWG- Schnittstelle

KONZEPT DER MEGA HAUSTECHNIK

Auf der Basis der haustechnischen Symbolik wurde die CAD- Unterstützung direkt in der MegaCAD- Umgebung entwickelt. Das Pipe Network Interface ist als Testversion Bestandteil der Mega- Haustechnik. Nutzern von Dendrit 5.x (u.a. Industrieversionen) steht somit die Berechnungsfunktionalität zur Verfügung.

DER PROJEKTMANAGER (OFFICE MANAGER)

Office-Dokumente und auch Zeichnungen werden im Projektmanager nach frei definierbaren Projekten und Gruppen verwaltet. Für den ungeübten PC- Benutzer entfällt somit die Dateiverwaltung auf Betriebssystemebene. Einige Funktionen im Überblick:

  • Verwaltung von Dokumenten nach Projekten, Gruppen, Nummer, Namen u.s.w.
  • Neuanlegen von Dokumenten direkt im Projektmanager
  • Aufrufen der Dokumente
  • Zeichnungsvorschau
  • Drucken von Zeichnungen

ATTRIBUTE / GEWERKE / GESCHOSSE

Die Verwaltung von Attributen (Farbe, Linienart, Linienbreite, Layer) je Gewerk und Geschoss ist wohl eine der kompliziertesten Prozeduren für den Planer überhaupt. Layerstrukturen werden allzu oft noch manuell in einer Liste erfasst, an Hand derer die jeweils erforderlichen Zustände in der Zeichnung geschaltet werden. Mit der in der gezeigten Oberfläche zur Steuerung der Attribute wird dieser Vorgang automatisiert. Die Attribute werden je Gewerk und Geschoss einmal vordefiniert. Mit der Wahl eines Gewerkes je Geschoss (TW, AW, …) werden die vordefinierten Attribute automatisch gesetzt. Per Mausklick sind ganze Stockwerke oder spezielle Gewerke ein- bzw. ausblendbar.

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Artikel verfasst von: Dr.-Ing. Rainer Kempe
Artikel aus IHKS-Fach.Journal

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2009
09.05

Mobilcomputer im Einsatz des Kundendienstes

Die Kommunikation zwischen Betrieb und Außendienst ist eine bekannte Schwachstelle. Mangelnde Information und Koordination führen oft zu überflüssiger Mehrarbeit und unnötigen Wegen. Mit der PDS Lösung “Kundendienst mobil” wird das Zusammenspiel von Betrieb und technischem Außendienst besser organisiert: Auf einem kleinen Mobilcomputer führt der Monteur alle Auftragsdaten mit sich und ist auch für die Störungsannahme erreichbar. Zur Aktualisierung nutzt er die Online-Anbindung an die EDV im Unternehmen.

MOBILE KOMMUNIKATION IN DER KUNDENDIENST-PRAXIS

Mit dem Mobilcomputer kann der Kundendienst-Monteur sich seine Aufträge online vom Server auf sein Mobilgerät abrufen. Die Störungsannahme gibt ihm aktuelle Meldungen mit auf den Weg. Nimmt der Monteur Änderungen in der Reihenfolge der Aufträge vor, wird dies dem Unternehmen automatisch weitergeleitet. Beim Eintreffen einer dringenden Störmeldung kann der interne Kundendienst so besser entscheiden, welcher Monteur in der Nähe ist und den Auftrag ausführen kann.

Sobald der Monteur seinen ersten Kunden erreicht, bedient er am Computer die Startzeit und weiß für die Rechnungsstellung, wie viel Zeit benötigt wurde. Alle wichtigen Informationen für einen Auftrag sind im Computer abgespeichert: Kundendaten, technische Details der Anlage, letzte Wartung, Störung und Reparatur. Außerdem können die Vorgaben aus dem jährlichen Wartungsvertrag des Kunden eingesehen werden, wie z. B. Materialvorgaben und angesetzte Zeiten für die Standardwartung. Wenn der Monteur sich vom Kunden die Auftragsausführung bestätigen lässt, sind im Formular bereits die vorgegebenen Materialien eingetragen. Zusätzliches Material fügt er aus den hinterlegten Daten einfach hinzu.

Stimmen Anlagedaten nicht mit den Daten im Computer überein, weil z. B. der Kunde zwischenzeitlich Anlagenteile ausgewechselt hat, können diese leicht geändert werden. Die Software auf dem Mobilcomputer erlaubt zudem, freie Bemerkungen einzutragen, z. B. wenn ein Kunde sich für ein neues Produkt interessiert. Diese werden dann ins CRM-Programm (Kundenpflege) übernommen. Beim Abschluss des Auftrags werden alle Informationen mit den Rücklaufdaten an den Server im Unternehmen übermittelt.

AUTOMATISCHE VERARBEITUNG DER DATEN

Rechnungen können automatisch erstellt werden. Die Arbeitszeiten des Monteurs werden problemlos in die Lohnabrechnung übernommen. Rücklaufdaten aus den Aufträgen fließen in die Nachkalkulation und in das Controlling ein. Das Unternehmen weiß so immer, welche Aufträge der Mitarbeiter abgeschlossen hat und welche noch offen sind. Zeitliche Verzögerungen können besser übersehen und Kunden rechtzeitig informiert werden.

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Artikel verfasst von: Christa Förster-Müller, Technisches Marketing
Artikel aus IHKS-Fach.Journal

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2009
09.04

SOFTWARE-LÖSUNGEN UND ANSÄTZE

Die Unterstützung der täglichen Arbeit im Planungsbüro durch EDV bzw. Datentechnik ist heute Standard. Anwender haben ihre Software unter Wartung und damit auf aktuellem Stand. Bei Bedarf wird die Hardware angepasst, und die Software wird ständig weiterentwickelt. Doch was bedeuten die Begriffe “Weiterentwicklung” und “neue Funktionen” eigentlich?

  • Kann eine Software dann besser und einfacher z.B. ein Lüftungsgerät im Raum platzieren?
  • Wie läuft ein typisches Projekt heute ab und was hat sich verändert?

Ein Beispiel:

Federführend ist der Architekt, der zusammen mit einem Tragwerksplaner und einem Ingenieurbüro für Gebäudetechnik das Projekt bearbeitet. Neben den bekannten Anforderungen an Qualität, Einhaltung von Terminen und Dokumentation (auch im Hinblick auf Facility Management) bringt ein derartiges Projekt auch Änderungen im Arbeitsablauf mit sich. Bisher spricht man vom nötigen „Datenaustausch“ und meint damit die Weitergabe von Zeichnungsdaten des jeweiligen Gewerkes an ein anderes.

Das sind z.B. die Grundrisse der einzelnen Geschosse, die vom Architekten an den Haustechniker gehen, oder Grundrisse bzw. möglichst viele Informationen zum Gesamtgebäude, aus denen der Tragwerksplaner sein statisches Modell aufbaut.
Mit diesen aus der Praxis bekannten Abläufen gehen meist einiger Aufwand und Zeit für das Interpretieren und Verstehen der Daten einher. Die Umsetzung erfolgt in der Regel durch Bauzeichner, Architekten und Ingenieure, die sich eine einfach zu bedienende und zugleich umfangreiche Software wünschen. Die Erstgenannten sind in der Überzahl und sehen sich mit steigender Verantwortung sowie hohem Arbeitsumfang konfrontiert.

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Artikel verfasst von: Dipl.-Ing. (FH) Michael Degen, Channel Manage
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2009
09.03

Zeit- und Kostenersparnis durch anschlussfertige, kommunikationsfähige Systeme

Die MSR-Technik (Messen, Steuern, Regeln) und die darauf aufbauende Gebäudeautomation und -leittechnik werden zur Zeit von zwei wesentlichen technischen Innovationen getrieben: Zum einen vom verstärkten Einzug und Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken in der Gebäudetechnik bis hin zum busfähigen Sensor und Aktuator; zum anderen von immer leistungsfähigeren und gleichzeitig kostengünstigeren Rechensystemen, was zu einer zunehmend dezentralen, verteilten Struktur von Automatisierungsgeräten in der Anlagen- und Gebäudetechnik führt. Diese Entwicklungen haben wiederum massive Auswirkungen auf eine adäquate Herangehensweise an die Planung und Ausführung der Anlagen- und Gebäudetechniken. Im folgenden Beitrag sollen einige dieser Trends aufgezeigt und am Beispiel von raumlufttechnischen Komplettgeräten verdeutlicht werden.

Aktuelle Entwicklungen in der Gebäudeautomation

Unter dem Begriff “Gewerkeübergreifende Gebäudeautomation” wird der Ansatz verstanden, die vielfältigen Gewerke und deren Anlagentechniken zu einem für die Gebäudeautomation und das Gebäudemanagement einheitlichen Gesamtautomatisierungskonzept zusammenzuführen.

Die Herangehensweise im Sinne eines integrativen Planens, Bauens und Betreibens sind die entscheidenden Voraussetzungen, um Gebäude funktional und zukunftsfähig zu planen sowie flexibel, effizient und wirtschaftlich über deren gesamten Lebenszyklus betreiben zu können. Die vielfältigen funktionalen Aufgaben der Gebäudeautomation können durch das sogenannte Ebenenmodell beschrieben werden, siehe Anhand dieses Ebenenmodells kann man sehr gut die zunehmende Vernetzung von Geräten und Systemen durch Einsatz entsprechender Kommunikationssysteme verdeutlichen. Es handelt sich einmal um die so genannte horizontale Integration innerhalb einer Ebene, d.h., z.B. bezogen auf die Feld- und Automationsebene, die zunehmende Vernetzung und damit der direkte Datenaustausch von einzelnen Sensoren, Aktoren und Automationsstationen (z.B. DDC, SPS) über ein entsprechendes Kommunikationsnetz. Für das Gebäudemanagement ist die möglichst einfache und zeitnahe vertikale Integration entscheidend.

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Artikel verfasst von: Prof. Dr.-Ing. Martin Becker, Dipl.-Ing. (FH) Martin Gruler
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